Deutsches Provinzialat der Thuiner Franziskanerinnen

 

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Die Verkündigungsbasilika in Nazareth (die Blume)

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel. (Lk 1, 26-38)

Hier finden Sie ein Panorama. Sie können nach unten scrollen und weitere Panorams finden.
 

(Foto: privat G. W.)

Verkündigungsbasilika

(Foto: privat H. KK.)
Ausgrabungen:
Höhlenwohnungen unterhalb der Basilika

K800 0104 AHF Na 10

(Foto: privat G. W.)

Eingangstür zur Basilika

(Foto: P. A.H.F.)

Die Kuppel ist als Lilie gestaltet worden.

(Foto: privat + A. E.)

In dieser ehem. Höhlenwohnung wurde
Gott Mensch in Maria.

(Foto: privat + A. E.)

Ikone vor der Höhlenwohnung

(Foto: privat + A. E.)

Die Unterkirche mit der "Höhlenwohnung"

(Foto: privat + A. E.)

Oberkirche
(Foto: privat + A. E.)
 Tabernakel: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser..."
(Ps)




(Foto: privat + A. E.)
Das "Jerusalemer Kreuz"
Man fand in den Wänden eingeritzt das sogenannte
Jerusalemer Kreuz: Geh und trage die Botschaft
in den Norden, Süden, Osten und Westen.
Erst später wurden die 5 Kreuze neu gedeutet.

(Foto: privat G. W.)
Über 60 Länder haben eine Mariendarstellung
vor der Basilika aufgestellt.


(Foto: privat G. W.)
In der Mitte sieht man
die deutsche Mariendarstellung, die im Oktober 1989
aufgehängt wurde. Maria geht durch eine Mauer.
Am 09.11.1989 fiel die Mauer.
 
(Foto: privat G.W.)
Im Innenhof
 
   

Predigt Papst Pauls VI. am 5. Januar 1964 in Nazaret
Nazaret ist eine Art Schule, wo wir zu entdecken beginnen, wie das Leben Christi war und wo wir auch das Evangelium zu verstehen beginnen. Hier können wir den einfachen Anruf des Weges betrachten und abwägen, den der Sohn Gottes gewählt hat, um sich uns zu offenbaren. Er ist voller tiefgründiger und verborgener Wahrheiten. Und schrittweise werden wir auch lernen ihn nachzuahmen.
Hier können wir verstehen lernen, wer Christus wirklich ist. Hier können wir die Bedingungen und Umstände fühlen und wahrnehmen, die sein irdisches Leben umgeben und beeinflusst haben: Die Plätze, die Zeitumstände, die Kultur, die Sprache, die religiösen Gewohnheiten, kurz alles, was Jesus nutzte, um sich der Welt zu offenbaren.
Hier spricht alles zu uns, alles ist von Bedeutung. Hier können wir die Bedeutung der geistlichen Ordnung lernen, für alle, die Christus folgen und den Lehren des Evangeliums gehorchen wollen. Wie gerne würde ich in meine Kindheit zurückkehren und diese einfache und doch tiefgründige Schule von Nazaret besuchen! Wie wunderbar ist es Maria nahe zu sein, erneut die Lektion vom wahren Sinn des Lebens und von Gottes Wahrheiten zu lernen. Aber hier sind wir nur auf einer Pilgerfahrt. Die Zeit drängt und ich muss auf meinen Wunsch verzichten, hier zu bleiben. Ich muss meine Ausbildung im Evangelium fortsetzen, denn diese Ausbildung ist nie beendet. Aber ich kann nicht von hier gehen ohne einige Gedanken in Kürze und sozusagen im Vorbeigehen mitzuteilen, die ich von Nazaret mit mir nehme.
Das erste was wir lernen, ist seine Stille. Wenn wir doch nur von Neuem ihren großen Wert schätzen würden. Wir brauchen diesen wunderbaren Zustand der Seele, gerade weil wir besetzt sind vom üblen Lärm des schrillen Protests und der widersprüchlichen Ansprüche, die so charakteristisch sind für unsere unruhigen Zeiten. Die Stille von Nazaret möge uns lehren, wie wir in Frieden und Ruhe das Tiefgeistliche betrachten und reflektieren können, und wie wir offen werden gegenüber der Stimme der inneren Weisheit Gottes und den Rat seines wahren Lehrers. Nazaret kann uns den Wert von Studien und Vorbereitung, von Meditation, eines wohlgeordneten persönlichen geistlichen Lebens und eines stillen Gebetes lernen, das nur Gott allein kennt.
Als Zweites lernen wir etwas über das Familienleben. Möge Nazaret als Modell dienen, was eine Familie sein soll. Möge es uns den heiligen und beständigen Charakter der Familie zeigen und uns beispielhaft ihre fundamentale Bedeutung in der Gesellschaft vor Augen führen: Eine Gemeinschaft der Liebe und des Teilens zu sein, schön wegen der Probleme, die sie sich stellt und wegen dem Gewinn, den sie bringt. Insgesamt die besten Voraussetzungen um Kinder zu erziehen und dafür gibt es keinen Ersatz.
Schließlich lernen wir in Nazaret, der Heimat eines Handwerkersohnes, etwas über die Arbeit und die Disziplin, die sie erfordert. Ich möchte besonders ihren Wert hervorheben, fordernd und doch erlösend - und ich möchte ihr tiefen Respekt ausdrücken. Ich möchte jeden erinnern, dass Arbeit ihre eigene Würde hat. Andererseits findet sie aber ihr Ziel nicht in ihr selbst. Ihr Wert und ihr freier Charakter, wie auch immer, leiten sich nicht nur von ihrem Platz im Wirtschaftssystem ab, wie man sagt, sondern vielmehr vom Zweck, dem sie dient. Zum Schluss will ich meine tiefen Wünsche ausdrücken an alle Menschen überall wo sie arbeiten, um zu leben. Ihnen gegenüber will ich Christus als ihr großes Vorbild herausstellen, ihr Bruder, unser Herr und Gott, der ihr Prophet ist in jeder Angelegenheit, die ihrem Wohle dient.