Deutsches Provinzialat der Thuiner Franziskanerinnen

 

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Verschiedene Heiligtümer in Deutschland

 Heiligtumsfahrt Aachen - Kornelimünster
Um 800 erhielt Karl der Große Tuchreliquien von einem Patriarchen aus Jerusalem
 - Die nächste Heiligtumfahrt ist 2021 -
Im Mittelalter gab es für den Christen 7 große Wallfahrtsorte.
1. Israel - mit den die hl. Stätten
2. Rom - die Gräber der heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus
3. Santiago de Compostela, Spanien
4.
5.
6. Trier - Hl. Rock: Zeichen
7. Aachen: Tuchreliquien - Zeichen
Der Geschichte nach erhielt Karl der Große Tuchreliquien um das Jahr 800 n.Chr. aus Jerusalem.
Seit über 660 Jahren kommen Menschen als Pilger aus aller Welt nach Aachen zur „Heiligtumsfahrt“. Ihr Ziel ist die Verehrung von Tuchreliquien, die seit der Zeit Karls des Großen als Schatz im Aachener Dom aufbewahrt werden.Seit 1349 werden die Reliquien alle sieben Jahre den Gläubigen gezeigt und dazu für den Zeitraum von zehn Tagen entnommen.
"Die Zeichen nicht lieben, bedeutet den Menschen nicht lieben, denn der Mensch braucht Zeichen.
Wer Gott für das Zeichen hält, kann Gott nicht lieben, denn Gott ist viel größer als das Zeichen."
Niemand wird sagen können, die Zeichen sind echt.
Niemand wird sagen können, die Zeichen sind nicht echt.

- Die meisten Fotos können sich durch Anklicken vergrößern -



(Foto:privat M.H.)
Ausstellung der Tuchreliquien im Mariendom, Aachen 2014 - spät Abends.
 
Der verstorbene Bischof Dr. Klaus Hemmerle, Aachen sagte im Zusammenhang mit dieser Wallfahrt:
„Der Aufbruch der Menschen zu einem letzten Sinn ist zugleich Aufbruch zu konkreten Gestalten, in denen dieser Sinn anschaubar, berührbar sich uns darbietet.“ Eine  Ausführung von ihm  finden Sie hier.
4 Heiligtümer - werden in Aachen verehrt.
 

 

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(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)
Hier der geöffnete Marienschrein, in dem die Heiligtümer im Dom, Aachen
(er gehört zum Weltkulturerbe) aufbewahrt werden.
 

Die vier verpackten und versiegelten Heiligtümer werden von Fachleuten beim Öffnen überprüft.

 

(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)

Das Marienkleid aus der Nacht, in der Jesus geboren wurde. Das Heiligtum des Marienkleides ist eine antike häusliche Webarbeit. Es wird vermutet, dass es als Unterkleid genutzt wurde. Als einziges der vier Heiligtümer im Aachener Dom wird es zur Heiligtumsfahrt entfaltet.
Das Kleid ist 153 cm lang, der Saumumfang beträgt 246 cm, die Spannweite der Ärmel 132 cm.

Die Frau, die dieses Kleid getragen hat, muss ca. 1,70 m groß gewesen sein und das Kleid mit einem Gürtel etwas hochgezogen festgemacht haben. -
Vergleich der Mann im Turiner Grabtuch war ca. 1,80 m groß.

Es liegt keine Datierung des Heiligtums vor.

 

Eine Windel Jesu, mit der Maria dem Kind Schutz gab.
Die Windel ist ein dicker und dicht gewalkter, brauner Stoff, der fast wie ein Filz wirkt. Sie will uns "sagen", dass Jesus Christus in seiner Menschwerdung auf die Liebe und Sorge seiner Mutter und des hl. Josefs angewiesen war. Das Tuch will uns auch mit der Armut Jesu konfrontieren.

Es liegt keine Datierung des Heiligtums vor.

 

 

 

 

 

(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)

Das Tuch, in dem der Kopf des hl. Johannes des Täufers gelegen hat. Das Tuch ist ein fein gewobener Damast und hat die Form eines länglichen Vierecks. Die Größe und Feinheit des Gewebes deuten auf einen wohlhabenden Besitzer hin. Es zeigt große Flecken (Blutspuren) und weist auch größere Löcher auf. Dieses Zeichen soll uns erinnern und uns stärken für unseren Glauben an Jesus Christus Zeugnis zu geben.

Es liegt keine Datierung des Heiligtums vor.

 

Das Lendentuch Jesu, das er am Kreuz getragen hat. Das grobe, gräulich-weiße Gewebe, aus dem das Lendentuch Christi besteht, ist wohl einst aus einem größeren Gewand herausgeschnitten worden. Dies – so wird vermutet – könnte ein Tunika gewesen sein. Dieses Tuch soll uns an die Liebe Gottes zu uns Menschen erinnern, die ihren Höhepunkt am Kreuz erfuhr.

Es liegt keine Datierung des Heiligtums vor.

 

(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)

Joachim Kardinal Meisner segnet die Menschen am Sonntag, 29.06.2014, mit dem Lendentuch.
Seine Predigt finden Sie hier.

 

 

Rundgang: 125.000 Menschen nahmen an der Heiligtumsfahrt 2014 teil.
Einen interessanten Bericht zur Heiligtumsfahrt 2014 finden Sie hier.

 

(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)
125.000 Pilger aus aller Welt trafen sich in Aachen 2014: Deutschland - Kolumbien - USA - Niederlande - Belgien - Frankreich - Österreich - Rußland - Griechenland - Rumänien u.a.

  In jeder hl. Messe aber auch in allen weiteren Gottesdiensten wurden die Heiligtümer feierlich gezeigt.


(Foto:privat M.H.)
dem Aachener Gnadenbild der Muttergottes
stehen drei Reliquien in einem Zeigegefäß: Der Gürtel Jesu und Marias und ein Stück von der Geißelsäule

Während der Heiligtumsfahrt im Jahre 1937 kamen um die 800.000 Pilger. Damit demonstrierten sie eine Wallfahrt "des stummen Protest", die vom sel. Clemens Kardinal Graf von Galen, Münster angeführt wurde, gegen das NS-Regime und dessen Bestrebungen.

Infos: Führung durch eine Privatperson
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Drei Heiligtümer werden in St. Kornelius - Propsteikirche - 52076 Kornelimünster bei Aachen aufbewahrt:

 

(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)
Das Schürztuch (Fußwaschung Jesu). Wissenschaftliche Untersuchungen dieser Textilien bescheinigen eine Herkunft aus dem Raum des Vorderen Orients und antiker Zeit. Es ist etwa 2,30 m lang, die Breite an den beiden Enden beträgt 1,28 m bzw. 0,95 m. Die Länge und Form des Tuches lassen darauf schließen, dass es zur Umgürtung gedacht war. Es besteht aus einem einfachen Kreuzgewebe von starken Leinenfäden.
Es erinenrt uns an die Fußwaschung im Abendmahlssaal. Es kann uns helfen uns immer wieder bewusst zu machen, wie sehr Jesus uns Menschen liebt und uns dient. Es ist eine Einladung ihm darin ähnlich zu werden.

Es liegt keine Datierung des Heiligtums vor.
 

Das Grabtuch. Es ist fürs 1. Jahrhundert datiert. Es liegt die Vermutung vor, dass es das letzte Tuch war, das zum Leichnam Jesu gelegt worden ist nicht zu verwechseln mit dem Turiner Grabtuch.
Es ist ein kunstvoll gewebtes Leinentuch, das man mit einer Zierdecke vergleichen kann. Es ist ca. 1,80 m breit und 1,05 m lang.
Ursprünglich war es doppelt so groß. Die fehlende Hälfte ging um 875 an Karl den Kahlen für seine Klostergründung in Compiègne. Dafür erhielt die Abtei die Reliquien des hl. Papstes Kornelius und des hl. Bischofs Cyprianus. 
 

 

(Foto:privat M.H.)   (Foto:privat M.H.)
Das Tuch aus Byssus, soll auf dem Kopf Jesu gelegen haben. Es wird für das 1. Jahrhundert datiert. Hierbei soll es sich um das Tuch handeln, welches den Kopf des Leichnames Jesu im Grab bedeckte.
Es ist ein sogenanntes Byssusgewebe, das aus sehr feinen Seidenfäden besteht. Byssusgewebe zählten in der Antike zu den kostbarsten Stoffen.
Es ist 4 x 6 m lang und ist 16 mal gefaltet. Es wird auf einer roten Seidenunterlage aufbewahrt.... Darüber ist zum Schutz ein Gazestoff gespannt. Es war in der jüdischen Tradition üblich, den Kopf eines Toten mit diesem wertvollen Tuch zu bedecken. Da es so fein ist, konnte man die Gesichtszüge auch durch das Tuch noch erkennen.
Es liegt die Vermutung vor, dass das kl. Volto Santo, Manoppello von diesem Tuch abgetrennt worden ist.
 

Die drei Heiligtümer in St. Kornelius in Kornelimünster auf einem Blick

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein interessantes Video (25 Minuten vom 20.04.2014) über das menschliche Antlitz Gottes, dem Volto Santo, Manoppello von Paul Badde finden Sie hier.
Nach ca. 13 Minuten und 06 Sekunden wird das Grabtuch aus dem Kornelimünster, Aachen erwähnt.
   

Infos: Führung durch eine Privatperson

   

Die nächste Heiligtumsfahrt in Mönchengladbach ist 2021.
Sie findet im Münster St. Vitus - Abteistr. 37 -  in 41061 Mönchengladbach ebenfalls alle 7 Jahre statt.

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 Foto: (Hans-Michael Stahl)    (Foto: Andreas Jütten)
Münster St. Vitus, Mönchengladbach   Münster St. Vitus, Mönchengladbach
     
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 (Foto: Andreas Jütten)    (Foto: Andreas Jütten)
Schrein: Erhebung der Reliquie


  Insgesamt kamen 13.000 Pilger 2014 zur Heilgtumsfahrt nach Mönchengladbach. Eine Predigt von Pfr. Wecker, Heimbach  finden Sie hier.
     
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(Foto: Andreas Jütten)
Die Abendmahlssaaldecke (Fragment) wird für das 1. Jahrhundert datiert.
Hier finden Sie eine kl. Beschreibung.
 
                                                                                                                                                  

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Der hl. Rock, Tunika Christi (Joh 19,23) befindet sich in Trier.
Er wurde bislang 1-3 Mal im Jahrhundert ausgestellt.
Die vier letzten Ausstellungen waren:
1933, 1959, 1996 und 2012.

Gedenktag ist der Freitag nach dem 2. Ostersonntag, dem Sonntag von der Göttlichen Barmherzigkeit.

 

(Foto:privat M.H.)