Deutsches Provinzialat der Thuiner Franziskanerinnen

 

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Unser Noviziat

Bild: Sich Gott weihen
Schw. Regina Hassler, Schaan

Das deutsche Noviziat ist im Mutterhaus in Thuine
"Komm, wenn du liebst!"
Angerührt und ergriffen von der Liebe Gottes, die auch den hl. Franziskus von Assisi und Mutter M. Anselma bewegte, beginnt eine junge katholische Frau, die den Anruf Gottes für unsere Ordensgemeinschaft vernimmt, ihre Ausbildung als Kandidatin.

Während dieser 8-wöchigen Kandidatur, in der sie schon mit in der Noviziatsgemeinschaft lebt, lernt die Kandidatin unser Ordensleben näher kennen. Nach der Kandidatur wird sie ins Postulat aufgenommen. Die nun folgenden neun Monate dienen der Einführung in das religiöse Leben. Danach beginnt das Noviziat.

Das Lied "Here I am Lord" von den Celebrant Singers finden Sie hier.

Bei der Aufnahme in das Noviziat erhalten die jungen Schwestern in einer liturgischen Feier das Ordenskleid, den Ordensnamen, das kirchliche Stundenbuch und die Regeln und Konstitutionen unserer Gemeinschaft.

In der zweijährigen Noviziatsausbildung geschieht die geistliche Formung der Novizinnen. In dieser Zeit sollen sie geprägt werden vom Geist des Evangeliums, von der franziskanischen Tradition und vom Charisma unserer Gemeinschaft. Sie werden zum persönlichen Gebet und zum Leben in Gemeinschaft angeleitet.

Alle Elemente unseres Alltags, sei es das private oder gemeinsame Gebet, die persönliche Betrachtungszeit, die vielfältige Arbeit, das Gemeinschaftsleben oder die Erholung hängen miteinander zusammen. Sie ergeben eine Lebensform, die uns Schwestern helfen soll, frei zu werden für die Liebe zu Gott und zum Nächsten. 

Unterricht im Noviziat
Foto:privat
Ewige Professfeier
Foto:privat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



In der ersten Profess weihen die Schwestern sich Gott in den Gelübden der gottgeweihten Keuschheit, der Armut und des Gehorsams und binden sich an die Gemeinschaft.

Die Gelübde werden zunächst jährlich erneuert. In dieser Zeit des Juniorates wachsen die jungen Professschwestern tiefer in das Ordensleben hinein und lernen, es im beruflichen Alltag zu leben

"In unserem Gelübde der Armut wenden wir uns an Gott und erwarten alles von ihm.
Im Gehorsam hören wir nur auf seine Worte.
Im Gelübde der Keuschheit wenden wir uns ganz ihm zu und erwarten alles von ihm." (+ Mutter M. Sixtina Reul)

Nach drei bis sechs Jahren legen die jungen Schwestern die ewige Profess ab und binden sich damit für immer an Gott und die Gemeinschaft.

Fotos Schw. M. 190Möchte jemand mehr über diese Zeit und das Ordensleben wissen, wende er sich an:

Schw. M. Agnes
Klosterstr. 14
49832 Thuine
Fon 05902-501400
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"Ich möchte die Barmherzige Liebe Gottes sichtbar machen!"

Ein Bericht vor der Ewigen Profess von Schw. Maria Clara

Am 18. Dezember heißt es „für immer“ … .
Wie es zu diesem „für immer“ gekommen ist, möchte ich kurz berichten:
Seit meiner Zeit im Kindergarten haben mich Thuiner Schwestern im Leben mehr oder weniger begleitet: In der Schule durch Seelsorgestunden, während der Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung und später in der Ausbildung zur Krankenschwester. Aber mir ist dabei nie in den Sinn gekommen, selbst eine Franziskanerin vom hl. Martyrer Georg zu werden.

In der Vorbereitung auf die Firmung wuchs mein Glaube aus den „Kinderschuhen“. Als Jugendliche lebte ich wie andere Jugendliche auch, obwohl mir unbewusst noch etwas fehlte. Aber ich wusste nicht, was.

Durch die Teilnahme an Jugendvespern im Dom in Osnabrück, religiöse Ferienwochen … lernte ich junge Menschen kennen, denen der Glaube so viel bedeutete, dass sie ihn konkret im Alltag lebten, indem sie z. B. Rosenkranz beteten oder regelmäßig beichteten. Das hat mich damals sehr beeindruckt. Eines Tages wurde mir bewusst, dass Jesus mich so liebt, wie ich bin, mit allen Schwächen, Fehlern und sogar Sünden. Und nichts bringt ihn davon ab, mich zu lieben und mich mit allem anzunehmen. Drei Jahre später, ich weiß heute noch den Kieselstein, ging mir meine Berufung auf. Gleichzeitig wusste ich, dass ich diese Berufung als Thuiner Schwester leben wollte. Somit hatte ich nun meinen fehlenden „Baustein“ entdeckt. Innerlich wurde ich ruhig, zufrieden, glücklich und unendlich dankbar.

Seit meinem Eintritt sind nun schon acht Jahre vergangen, und ich habe diesen Schritt, in das „Wagnis Gottes“ einzutreten, nicht bereut. Sicher, das Leben ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich! Gott ist es wert. Im Laufe der Zeit wuchs der Wunsch in mir immer mehr, Gott ganz zu gehören.

In der Gemeinschaft der Thuiner Franziskanerinnen möchte ich dieses Leben leben und freue mich,  in der ewigen Profess dieses „für immer“ versprechen zu dürfen.

 

 


Das kann ich nur, weil Gott zuerst sagt: „Ich traue dich mir an auf ewig“ (Hos 2, 21), denn „mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt“ (Jer 31,3).